18.         Zusammenfassung

 

In der Firma Gebr. Steimel GmbH, mit Sitz in Hennef werden unter anderem Pumpen verschiedenster Arten hergestellt.

Im Laufe ihrer Geschichte hatte die Firma Gebr. Steimel GmbH stets  Interesse daran, ihren Produktionsablauf zu verbessern. Hinsichtlich unserer Projektarbeit hatten wir die Möglichkeit uns daran zu beteiligen. Herr Rossbach, der Leiter des Werkzeugbaus, erteilte uns den Auftrag, ein Problem in der Pumpenfertigung zu lösen. Dabei ging es darum, dass die Wellen, die für die Pumpen benötigt werden, nach dem Härtevorgang verzogen sind, woraufhin sie gerichtet werden müssen. Derzeit werden zwei Vorrichtungen für die Nachbearbeitung benötigt. Zum einen die Rundlaufmessvorrichtung, die nur dazu dient, die Abweichungen zu Erfassen und zum anderen die Richtvorrichtung, die durch das Einwirken einer Hydraulikpresse die Welle in den erwünschten Zustand bringen soll.

Dadurch, dass es zwei separate Vorrichtungen sind, ist der Arbeitszyklus relativ Zeit- und Kraftaufwändig.

Nun war es unsere Aufgabe, eine Vorrichtung zu konstruieren, die den Arbeitsablauf verbessern sollte. Vor allem sollte der Zeitaufwand minimiert werden.

Schon zu Beginn des Projektes stand für uns fest, dass wir um einen optimalen Arbeitsablauf gewährleisten zu können, beide Arbeitsvorgänge miteinander verknüpfen müssen.

Also haben wir eine Vorrichtung entwickelt, die dass Rundlaufmessen und das Richten ermöglicht, ohne die Welle entnehmen zu müssen. Dabei wurde auf eine einfache Handhabung besonderer Wert gelegt.

Zunächst einmal sei erwähnt, dass die zu richtenden Wellen an beiden Planflächen Zentrierbohrungen, einen Wellenzapfendurchmesser von min. 45mm und Längen zwischen 200-600mm besitzen.

Die von uns konstruierte Vorrichtung ist auf gehärteten Kugeln gelagert, die in Zusammenwirken mit einer speziell dafür vorgesehenen Grundplatte in axialer Richtung verschiebbar ist. Eine manuelle Radialbewegung der Welle haben wir durch den Einbau von mitlaufenden Zentrierspitzen erreicht, womit die Welle auf Rundlauf kontrolliert werden kann. Wie vom Auftraggeber später gewünscht, ist auch ein problemloser Wechsel der Zentrierspitzen möglich. Eine weitere Optimierungsmöglichkeit wäre der Einbau von einem Handrad.

Die Axialbewegung einer Zentrierspitze wird durch das betätigen eines Spannhebels ermöglicht, wodurch das Ein- und Ausspannen der Welle erzielt wird.

Beim Richtvorgang wird die Welle mit der gesamten Vorrichtung nach unten gedrückt, es werden aber nicht die Zentrierspitzen belastet, sondern die beiden unterhalb der Welle befindlichen Stützen, die aus einer Kupferlegierung bestehen und die auch in axialer Richtung verschiebbar sind. Im Laufe unseres Projektes kamen wir zur Einsicht, dass der Einsatz von Druckfedern in dieser Vorrichtung unerlässlich ist. Zum einen gewährleistet eine Druckfeder,  das die Welle bis zum betätigen des Spannhebels in der Vorrichtung gespannt bleibt. Zum anderen wird durch zwei weitere Druckfedern gewährleistet, dass die Vorrichtung nach dem Richtvorgang wieder in die Ausgangsposition geführt wird.

Die von uns konstruierte Vorrichtung würde eine geschätzte Zeitersparnis von 40% erzielen. Die Gesamtkosten der Vorrichtung belaufen sich auf etwa 4800 €.

 

Sollten weitere Fragen auftauchen, so kann man über projekt@wolfgang-danz.de Kontakt aufnehmen.

 

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